Münzgeschichte · 1865
1865: Die Lateinische Münzunion
Frankreich, Belgien, Italien und die Schweiz einigen sich auf gemeinsame Gold- und Silbermünzen, die zwischen ihnen frei zirkulieren.
Im Dezember 1865 gründeten Frankreich, Belgien, Italien und die Schweiz die Lateinische Münzunion; Griechenland trat 1868 bei. Die Mitglieder prägten Gold- und Silbermünzen nach demselben Standard – etwa das 20-Franken-Goldstück zu 6,45 Gramm mit 900er Feingehalt –, sodass sie in der ganzen Union angenommen wurden.
Fallende Silberpreise und der Erste Weltkrieg schwächten die Union, 1927 endete sie formell. Für Sammler erklärt sie, warum 20-Franken-, 20-Lire- und 20-Drachmen-Goldmünzen in Größe und Gewicht gleich sind – und warum diese «Goldfranken» heute beliebte Anlagemünzen sind.
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